Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Das Wunder von Plau

30.11.2014, Ines J., 19243 Wittenburg

Die C-Junioren-Fußballer II des Wittenburger SV haben sich mit dem 4:2 gegen den Plauer FC II in der letzten Partie 29.11.14 ein vorträgliches Weihnachtsgeschenk bereitet. Sie fuhren den ersten Sieg bei einem Punktspiel in dieser Saison ein. Nicht zuletzt ist dieser dem unermüdlichen Einsatz des Trainerteams Andre Späth, Marco Schmidt und Conny Köhn zu verdanken. In zahlreichen Diskussionsrunden mussten sie in ehrenamtlicher, Freizeit raubender Trainingszeit aus einem wilden Haufen eine zusammenhaltende Mannschaft formen. So blieb die Vermittlung von Inhalten teilweise auf der Strecke, was leider ein Phänomen unserer Zeit und auch in Schulen, Kitas u.ä. zu beobachten ist.

Immer wieder war von den Gegnern zu hören: Passt auf den mit den roten Handschuhen auf!

Kevin Plock hat sich wieselflink mit gut zugespielten Bällen Bahn gebrochen und so drei Treffer versenkt. Vielleicht sollte er die Handschuhe als Glücksbringer jetzt immer tragen? Das andere Tor ist Danny Beckmann zu verdanken. Jedoch war bei dieser Partie ganz deutlich der Teamgeist zu spüren. Bekannterweise ist bei einem Mannschaftssport der eine ohne den anderen nichts, auch wenn nur die Torschützen genannt werden.

Mit zunehmender Tordifferenz und deutlicheren Torchancen des WSV II kam beim Gegner Unruhe auf, denn den Wittenburgern eilte der Ruf voraus: Wartet mal die zweite Halbzeit ab, dann fangen sie an, sich gegenseitig zu zerfleischen. Und eben das ist am Samstag nicht passiert. Alle haben einig zusammengestanden bzw. gespielt und gekämpft: mit Schnelligkeit, Zurufen und vorausschauendem Denken. Wünschen wir ihnen, dass sie dieses verinnerlicht haben. Auch wenn diese drei Punkte die Mannschaft nicht aus dem Tabellenkeller holen können, besteht doch Hoffnung für einen Aufstieg in der Rückrunde. Die C-Junioren II des WSV kommen langsam, aber gewaltig.

Ein großes Lob gilt auch dem umsichtigen, fairen Schiedsrichter Christian Pingel. Leider erleben Trainer, Spieler und Zuschauer bedauerlicherweise auch anderes im Junioren-Fußball, wo es doch in erster Linie um den Spaß und Förderung des Teamgeistes gehen sollte, was leider auch bei den Großen in der Bundesliga nicht immer klappt.

Hier wird gelebte Integration vollzogen, weil jeder fußballbegeisterte, zuverlässige Junior willkommen ist, der von anderen Trainern schon zu hören bekommen hat: Dich nehme ich nicht. Hier geht es um Fußball und nicht um Prestigedenken.

Vielleicht findet sich in der Zukunft ein netter Sponsor für Trainingsanzüge, damit durch das einheitliche Bild das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt wird. iJen

 

 

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