Mecklenburger Blitz Verlag

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18.07.2018, Wolfgang Harwardt, Rostock
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Anpassung in der DDR"
im Rostocker Blitz vom 15.07.2018

ist nicht jedem gegeben. Ich gehöre ebenfalls zur Nachkriegsgeneration und wurde mit zunehmendem Alter auch kritischer im politischen Denken. Natürlich war nicht alles gut und richtig, aber zeigen Sie mir ein derzeitiges Staatswesen, wo es keine Mängel gibt. Sie, Herr o. Frau A. Rohloff, blenden bewusst Dinge aus, die Sie so selbstverständlich in Anspruch genommen haben. Erinnerung: Kindertagesbetreuung, gute Schulbildung, Berufsausbildung (auch wenn es nicht immer "bei wünsch dir was" war). Weiter: einen festen Arbeitsplatz, kein Mietwucher, keine Zwei-Klassenmedizien u. a. Ich selbst bin lieber zum Pioniernachmittag gegangen als auf der Straße rumzulungern, weil meine Mutter zur Arbeit war. Es scheint mir, dass Ihnen mehr der Konsum oder die Fahrt in den Westen gefehlt haben. Was die Ideologie betrifft, so hat jede Gesellschaftsform ihre eigene, dass ist wohl nach 28 Jahren nicht zu übersehen. Und, hat jemand Sie gefragt, ob Sie das alles so möchten? Eventuell ist für Sie ja alles gut, wenn alle vier Jahre ein Zettel/Stimme in einen Kasten geworfen wird. Auch dass Deutschland 75 Jahre keinen Krieg hatte, ist nicht nur ein Verdienst der alten BRD, bei der neuen BRD bin ich mir nicht sicher für die nächsten 75 Jahre.

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