Mecklenburger Blitz Verlag

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Cui bono - wem soll es nützen?

20.10.2014, Rudolf Hubert, Schwerin
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel ""Wer hilft ihm?""
im Schweriner Blitz vom 19.10.2014

Cui bono - wem soll es nützen?

 

"Die Machtfrage (ist) die Hauptfrage der sozialistischen Revolution". "Da das Recht immer Klassencharakter trägt, besitzt jede historische Gesellschaftsformation einen entsprechenden Staats-und Rechtstyp." "Recht (ist die) Gesamtheit...vom Staat gesetzter oder sanktionierter...Verhaltensregeln" (Normen), die ...staatlich erzwingbar sind." (Quelle: "Kleines Politisches Wörterbuch, Neuausgabe 1988, Dietz-Verlag Berlin, 1989, S.596 und S. 813).

Warum diese Zitate aus einer vergangenen Zeit? Weil es offensichtlich immer noch (Oder soll man sagen: schon wieder?) Leute gibt, die wider besseres Wissen die DDR gegen ihr eigenes Selbstverständnis interpretieren. So geschehen am vergangenen Wochenende im Schweriner "Blitz" unter der Überschrift "Wer hilft ihm?" Der Autor des Artikels wird seine Gründe und Interessen für seine Darstellungen haben. Gleich daneben steht ein Artikel unter der Überschrift: "Vertrauen und Dialog in der Realität". Für diese klaren Worte danke ich dem Autor. Verständlich wird Putins Verhalten jedoch nur dann, wenn man sich auch hier klarmacht, wo und was er gelernt hat. Die o.g. Zitate sind auch in dieser Frage aufschlussreich. Und eines wird immer deutlicher: Putin - der "lupenreine Demokrat" - war ein Musterschüler in der kommunistischen Kaderschmiede. Eines könnte der 'Westen' vom 'Osten' auch heute noch lernen, nämlich die Langzeitwirkung kommunistischer Agitation und Propaganda nicht (mehr) zu ignorieren bzw. zu unterschätzen.

 

Rudolf Hubert

Schwerin

 

 

 

 

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