Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Beutestücke

07.03.2012, W. Rupp

Bei dem von Frau Dr. Karlowski beschriebenen Vorfall am 29. Februar 2012 im Technologiezentrum Warnemünde während einer Veranstaltung des Stadtplanungsamtes zur Sanierung des Kirchenplatzes in Warnemünde, zu dem sich interessierte Bürger und Presse einfanden, die wiedrum durch die Behörde abgewiesen wurden, ist die typische Arroganz und Selbstherrlichkeit der Rostocker Behörden sichtbar geworden. Dies im Besonderen gegen Warnemünde.

Nun hat es in diesem Fall mal zwei für Warnemünde aktive, mir bekannte Umweltfreunde erwischt, nämlich Frau Dr. Karlowski und Herrn Dr. Pitsch. Warnemünde könnte sich ihrer glücklich schätzen. Doch beide sollten wissen, dass hier in Ros­tock die Demokratie noch lange nicht angekommen ist, Bürgerbeteiligung und Bürgerrechte hier nur auf dem Papier stehen, die Öffentlichkeit am liebsten ausgeschlossen wird.

So zum Beispiel, wie hier in Warnemünde frisch geschen, wo eine Klagegruppe von ca. 20 Hauseigentümern und Betroffenen versucht, sich gegen unnütze Gewerbeerschließung und Lärm­entstehung im Feriengebiet zu wehren.

Per Anwaltbrief ist Beschwerde beim Planungsamt eingereicht worden. Das Amt bezeichnete diese umfangreiche und detaillierte Eingabe als »Anregungen«, die nicht zu berücksichtigen sind. Der Zustimmung der Ros­tocker Bürgerschaft sicher, hat der Stadtplaner, Herr Ralph Mül­ler, die Bebauung des Diedrichshäger Moores, gegen die Warnemünder Bürger durchgedrückt. (B-Plan) Er hat bei der Gelegenheit auch gleich die Entstehung einer angedachten Photovoltaikanlage auf der undichten Giftmüllanlage verhindert, dafür einen Caravanstellplatz auf gleichem Areal durchgesetzt. Bei derartiger Missachtung der Bürgeranliegen ist es kein Wunder, dass die Rostocker Verwaltung mit halb Warnemünde im Streit liegt. (Veranden, Straßen und Wege, so genannte Arrondiergrundstücke, Blumenkästen, Baumthemen, Antennen usw.) Auch hat ein Großteil der Ros­tocker Bürger längst diese Merkwürdigkeiten erkannt und geht nur noch mit einem Wähleranteil von 36 Prozent einen Bürgermeister wählen! Warum auch, wenn die Behördenleiter in der Verwaltung das Geschehen bestimmen, die Bürger außen vor bleiben, bestenfalls als Querulanten abgetan werden.

Hier können Sie Ihre Leserbriefe online aufgeben

Bitte beachten Sie, dass wir uns das Recht vorbehalten, im Falle des Abdruckens in der Zeitung, Textpassagen zu kürzen oder nachträglich zu ändern.