Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Berechtigte Frage

10.03.2011, Dr. Martina Bunge
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "»Wer aber denkt an die Rentner im Osten?« fragte B. Heisler in der Ausgabe vom 27. Februar 2011"
im Schweriner Blitz vom 06.03.2011

»Wer aber denkt an die Rentner im Osten?« fragte B. Heisler in der Ausgabe vom 27. Februar 2011. Eine berechtigte Frage in Richtung Bundesregierung, die ja ein einheitliches Rentenrecht in West und Ost versprochen hat. Weil dazu bis jetzt keine Ini­tiativen bekannt wurden, hat die Fraktion DIE LINKE im Bundestag – quasi zur Erinnerung – erneut einen Antrag zur Angleichung des Rentenwertes Ost an West vorgelegt. Wir verlangen, dass dies über einen Stufenplan zügig bis zum Jahr 2016 erreicht sein soll.

DIE LINKE setzt sich aber auch für die Lösung der Probleme ein, die aus der Rentenüberleitung vor 20 Jahren rühren. Damals wurden viele Ansprüche und Zusagen einfach gestrichen, weil sie keine bundesdeutsche Entsprechung hatten. Betroffen davon sind zum Beispiel Krankenschwestern, Balletttänzer oder Menschen, die Angehörige gepflegt haben oder auch mithelfende Familienangehörige von Landwirten und Handwerkern. Es wurden aber auch zusätzliche Versorgungen liquidiert, wovon sehr viele Menschen mit akademischer Ausbildung betroffen sind, ebenso die ehemals bei Post und Reichsbahn Beschäftigten. Hinzu kommen Personen, die für frühere »Systemnähe« durch Rentenkürzung bestraft werden.

Mit insgesamt 19 Anträgen wollte die LINKE diese Fehlentscheidungen korrigieren. Eine große Mehrheit des Bundestages hat diese Anträge aber am 24. Februar 2011 abgelehnt.

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