Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Bequemste Lösung

06.05.2011, Wolfgang Wiencke, Boizenburg
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Asphalt kommt"
im Schweriner Blitz vom 24.04.2011

Kopfsteinpflaster hat es in der Stiftstraße zu Boizenburg noch nie gegeben. Die hier verwendeten Pflastersteine sind von hohem Wert, weil konisch gearbeitet – dann bei leichter Wölbung der Straßendecke so verlegt, dass bei Belastung der Druck sich gleichmäßig verteilt. 1992 hat die Stadtverwaltung das Pflaster aufnehmen lassen, um eine Druckrohrleitung für Abwasser vom Bollenberg zum damaligen Klärwerk in der Schwartowerstraße zu verlegen. Nachdem die Steine wieder eingesetzt waren (z.T. bei Regenwetter gepflastert) habe ich das Bauamt gebeten, die Straße so nicht abzunehmen, weil Mulden und Senken deutlich sichtbar waren. Darauf haben Bauamt und BIG-Städtebau eine Begehung vorgenommen und ... alles für gut befunden. (Die bequemste Lösung.) Tonnagenbegrenzungen wegen kaputter Brücken – mit ständigen Ausnahmegenemigungen – haben der Straße Lasten zugemutet, die sie nach den Kanalarbeiten nicht mehr tragen konnte. Die Senken wurden größer und zahlreicher – genauso die Wasserpfützen. Im Oktober 1999 ist das auch vom Ordnungsamt festgestellt worden. Die Stiftstraße wurde als ihr Sorgenkind eingestuft.

 

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