Mecklenburger Blitz Verlag

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Ausgang der Landratswahlen

08.06.2018, Peter Ahrend, Sellin

Man muss als Bürger doch staunen, weshalb Politiker sich wundern, dass die Wahlbeteiligung bei nur 28,4 Prozent lag. 71,6 Prozent der Wahlberechtigten sind nicht zur Wahl gegangen, somit ist es für mich kein ehrliches Ergebnis.

Der mündige Bürger möchte keine einfachen Sprüche auf teuren Wahlplakaten, sondern er will, dass seine Belange, Anregungen und Vorschläge endlich Gehör finden. Die Kreisgebietsreform wurde über die Köpfe der Einwohner von Rügen entschieden, trotz Bürgerbegehren. Diese Reform hat den Rüganern nur Nachteile gebracht und eingespart wurde gar nichts.

Weshalb wurden in letzter Zeit so viele Bürgerinitiativen auf der Insel gebildet? Die Kommunalpolitiker haben doch keine Interesse an den Meinungen der Bürger. Beispiele gibt es sehr viele: Stabenweg Göhren, Treppe Königsstuhl, Straßenbau Bergen Ralswiek, Superbaustelle Lancken-Granitz, Bauvorhaben in Glowe, Ostseebad Göhren zwischen Max-Dreyer-Straße und Hövtstraße. Hier sollen demnächst Baugrundstücke für Wohnhäuser des gehobenen Bedarfs und einige Mietwohnungen entstehen, Abholzen von Bäumen, Dieselbusse statt Elektrobahn zum Jagdschloss.

Werte Kommunalpolitiker, es gibt ein altes deutsches Sprichwort Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.

Peter Ahrend, Sellin

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