Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Auf Safari in Sambia

06.02.2019, Wolfgang Mengel, Stralsund

Auf Safari in Sambia

Im Vorjahr erzählte uns Frank Weitzer, Guide und Ranger in Afrika, über die Umsetzung von 500 Elefanten in einen Nationalpark. Am 05.02. dieses Jahres nahm er 132 Anwesende mit auf Safari nach Sambia. Das frühere Nordrhodesien wurde 1964 unabhängig, heißt seitdem Sambia und ist mit 752.614 qkm und knapp 8 Mio. Einwohnern ein Binnenland auf dem Schwarzen Kontinent. Der Südluangwa-NP ist das bekannteste Tierschutzgebiet des Landes und bietet für Foto- und außergewöhnliche Walking-Safaris fantastische Bedingungen für die Tierbeobachtung. Spricht man hier von einem artenreichen Wildtierbestand, so sind damit vielzählige Thorneycroft-Giraffen, Elefanten, Büffel, Nilkrokodile, Flusspferde, Cookson-Gnus, Crawshay-Zebras, Leoparden und eine Vielzahl von Groß- und Kleinvögeln gemeint. F. Weitzer sprach sehr komplex über seine Arbeit als Guide, ganz besonders bei den Walking-Safaris. Vor allem aus Sicherheitsgründen tragen die Ranger eine hohe Verantwortung, die wie folgt beschrieben wird: „Augen und Ohren sind offen, und schon Minuten, bevor wir überhaupt ein Tier sehen, haben die Guides schon Witterung aufgenommen – das ist spannender als ein Thriller im Fernsehen.“ Der Referent machte vor allem das komplexe Zusammenwirken von Flora und Fauna deutlich, welche Bedeutung z.B. Affenbrot- und Leberwurstbäume für die Ernährung der Tiere haben und welche Tiere sich z.B. an den Hinterlassenschaften anderer Artgenossen zu schaffen machen. Die Pantherschildkröte frisst z.B. den kalkhaltigen Kot der Hyänen, die ihrerseits eine hohe soziale Intelligenz besitzen und ein wichtiges Glied in der Kette der Gesundheitspolizei in der Wildnis darstellen. F. Weitzer stellte uns viele, teils auch sehr sonderbare Tiere vor, wie z.B. den Honigdachs, der ausgesprochen furchtlos und so aggressiv ist, dass selbst Löwen und Hyänen nicht unbedingt als seine natürlichen Feinde gelten. Vor allem an aufschlussreichen filmischen Sequenzen machte der Ranger deutlich, wie man sich bei Annäherung von Wildtieren zu verhalten hat, um mögliche Gefahren für Lceib und Leben abzuwenden. Der Vortrag war so interessant, dass selbst während der 120 Minuten Dauer kein Husten zu hören war. Die Teilnehmer dankten mit anhaltendem Beifall und freuen sich auf ein Wiedersehen in Jahresfrist.

Wolfgang Mengel, Seniorenakademie 55 plus

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