Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Attraktive Arbeitsplätze

30.10.2014, Hans Bremerkamp, Bremerkamp, Rostock

Auch von der Leyen will den Dienst in der Bundeswehr »attraktiver« machen. Das wollten auch Jahre zuvor schon fast alle Verteidigungsminister und jeder von ihnen führte diese und jene Verbesserungen und Bequemlichkeiten für die Soldaten ein. Sie sollen es in einer Freiwilligenarmee mindestens so gut haben wie bei Muttern. Die Gehälter sind ohnehin schon lange attraktiv und wie ich gestern vernahm, gibt es für diverse »Erschwernisse« auch Zulagen, die Frau von der Leyen auch verbessern will. Und da das Soldatenleben allein schon ein Erschwernis ist, wird es diverse Zulagen geben. Ich frage: Wer kümmert sich um die Attraktivität von Lohn, Gehalt und Erschwerniszulagen in der zivilen Wirtschaft? Da ist natürlich kein Minister zuständig. Nehmen wir z.B. die Leiharbeit. Ich kenne Leiharbeiter, die verrichten die gleiche qualifizierte Arbeit wie ihre in der Firma direkt angestellten Kollegen, bekommen von ihrem Verleihherrn aber man gerade die Hälfte des Kollegen. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? Steht wohl irgendwo geschrieben, wird aber nicht durchgesetzt. Übrigens ist hinreichend bekannt, dass die Attraktivität des Dienstes in Kasernen oft darin gipfelt, dass tagtäglicher Leerlauf üblich ist. Überfordert um Gottes Willen die freiwilligen Soldaten nicht! Es wäre auch mal ganz interessant zu erfahren, mit welchen Zulagen in welcher attraktiven Höhe diejenigen geködert werden, die sich bereit erklären, Auslandsdienst (sozusagen an der Front) zu schieben.

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