Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Antwort Frau Schneider

09.05.2019, Rainer Gutz, Neubrandenburg

Sehr geehrte Frau Schneider, ich habe Ihren Beitrag mit grossem Interesse gelesen und muss Ihnen sagen ,Sie haben vollkommen Recht mit der Aussage, dass ein radikaler gesellschaftlicher Wechsel in Deutschland Not tut, um mehr Gerechtigkeit zu erreichen. Nur wie der aussehen soll, haben Sie leider nicht gesagt, und welche Partei und welche Politiker man Ihrer Meinung nach wählen soll, haben Sie auch nicht gesagt. Meinen Sie vielleicht die Träume eines Kevin Kühnert oder meinen Sie die Beibehaltung unserer kapitalistischen Gesellschaftsordnung nur mit mehr Kontrolle und Grenzensetzung für das Profitstreben? Ehrlich gesagt bin ich auch für mehr Gerechtigkeit und für einen Wandel der Gesellschaft, was ich in vielen meiner Leserbriefe ja auch immer wieder zum Ausdruck bringe, nur wie soll das gehen und wie soll das aussehen?

Für mich darf es in keinem Fall in Richtung der Phantasien von Kevin Kühnert und den Links/Grünen Parteien gehen. Das hatten wir schon mal über 40 Jahre lang und das wollen wir nicht mehr. Nur Bevormundung und Verbote und die nötige Überwachung bedeuten den Verlust der Freiheit. Darauf können wir verzichten. Bleibt dann nur noch die Veränderung der jetzigen Gesellschaft, aber wie? Wenn man die Kapitalisten so weiter machen lässt wird sich nichts ändern, dass liegt in der Natur des Menschen und in der Gier nach mehr Macht, Geld, Einfluss. Also muss man denen Grenzen aufzeigen. Aber wer soll das machen? Die Politiker der Regierung? Die sind doch immer nur die Handlanger der Kapitalisten, weil auch sie immer nur von mehr Macht und Reichtum träumen. Und wer es einmal bis da geschafft hat, der will es nicht wieder abgeben. So bekommen sie dann hohe Aufsichtsratposten in den Konzernen und wenn sie dann mal abgewählt werden dann werden sie Chefs in Gesellschaftlichen Unternehmen wie die Carritas, Rotes Kreuz, oder Automobilclubs und in der Medienlandschaft. Die fallen immer wieder weich mit Gehältern von 200000 bis 500000 Euro pro Jahr. Und haben dafür in ihrer Aktiven Zeit als Politiker den Kapitalisten geholfen die Wünsche derer in der Gesetzgebung zu erfüllen.

Und so hat die Wirtschaft und die Politik über die Jahrzehnte sich ein Netzwerk erschaffen in dem sie alle führenden Positionen inne haben und so die ganze Gesellschaft kontrollieren können. Ich fürchte das beseitigt man nur noch durch eine Revolution.

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