Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Angst vor weiteren Auflagen

20.11.2012, J. Darmer
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Leserbrief »Backhaus und sein Augenmaß«"
im Rostocker Blitz vom 18.11.2012

Nach dem Lesen des Beitrages »Backhaus und sein Augenmaß« von K. Franke aus Rostock kann ich dem Inhalt in vollem Umfang zustimmen. Die angesprochenen Probleme auf eine halbe A4-Seite zu komprimieren und das Wesentliche geschrieben zu haben, ist für mich beeindruckend. Leider wird der Artikel nur Zustimmung bei Betroffene finden. Minister Backhaus gehört der Legislative an und setzt mit exekutiver Androhung beschlossene Gesetze durch, wie z.B. das Bundesgartengesetz.

Gesetze wurden, sind und werden von Menschen erarbeitet und beschlossen. Doch ist der Sinn von Gesetzen für den Bürger nicht immer erkennbar. Auch und gerade Minister Backhaus, als verantwortlicher Minister, muss »Unsinn« erkennen und sich im Sinne der Bürger für eine Umarbeitung entsprechender Gesetze einbringen. Die Widersinnigkeit zwischen »Wirtschaftgut« Gülle und den doch sehr kleinen Abfall in den Kleingärten muss jeder Mitdenkende erkennen.

Wenn die Kleingärtner mit ihren Abwässern/Abfällen die Umwelt stärker belasten als die in die Erde und damit in das Grundwasser abgeführten »Wirtschaftgüter«, dann würde es kaum noch Kleingärten gäben. Die Gärten wäre schon längst verseucht und vergiftet. Immerhin stehen die meisten schon 20, 30, 40 Jahre auf dem selben Fleck – und das Obst und Gemüse gedeihen jedes Jahr wieder aufs Neue.

Herr Backhaus, das dürfte doch eigentlich nicht sein, oder? Vielleicht geht es aber nicht um die »Verunreinigung«, die von den Kleingärtnern verursacht wird?! Was fällt mir dazu ein? Künftiges Bauland, künftiges Gewerbegebiet! So genutztes Land bring Geld in die immer klammen Kassen von Staat und Länder. Was ist zählt da schon die Erholung vieler Tausender Kleingärtner allein in und um Rostock.

Ende 2013 soll das künstlich geschaffene Problem der Umweltverschmutzung seitens der Kleingärtner behoben sein. Viele, vor allem ältere und ärmere Kleingärtner werden dann aufgegeben haben und das Land kann anderweitig genutzt werden. Nachnutzer für leerstehende Parzellen gibt es bekanntlich immer weniger. Es besteht Angst vor weitere Auflagen für Kleingärtner. Der Minister wird dann seine Arbeit erfolgreich geleistet haben, denn er ist ein guter Minister.

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