Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

An Ursachen vorbei

24.11.2018, Karl-Heinz Fehrmann, Schwerin

Wenn die Ministerin, Frau Drese meint ,das Komasaufen von Kindern und Jugendlichen, mit mehr Aufklärung begegnen zu können ,so irrt sie sich.

Kein Raucher hört auf zu rauchen,weil auf der Packung steht,daß rauchen gefährlich ist.

Statt an den Symptomen herum zu doktern, sollte man an die Ursachen heran gehen.

Ganz offenbar ,haben viele Jugendliche, jegliche gesellschaftliche Orientierung verloren .Es fehlt an allen Ecken an sinnvollen Freizeitangeboten, da jede Mitgliedschaft in einem Verein Geld kostet ,das viele Eltern nicht haben. Ich weiss, dass manche jetzt wieder die Arme hochreißen, wenn ich sage, dass zu DDR Zeiten, solche Angebote kostenlos oder sehr erschwinglich waren.

Eine entscheidende Ursache sehe ich auch darin, dass die familiäre Bindung,immer weniger funktioniert.

Viele Eltern haben, sei es wegen eigener Sorgen oder der eigenen Karriere,kein Ohr mehr für ihre Kinder. Und das gilt nicht nur für die sogenannten bildungsfernen Familien.

Am Platz der Freiheit stiegen neulich Schüler des Goethe Gymnasiums in die Bahn, jeder eine Flasche Pfeffi in der Hand.

So fuhren sie zum Unterricht.

 

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