Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Als die SPD noch Sozialdemokratie war

04.12.2018, Jürgen Schwarzenberg, Ludwigslust

»...dass nie eine Mutter mehr ihren Sohn beweint« Dieser Text der DDR Nationalhymne blieb auch im Kopf, als der Text offiziell nicht mehr gesungen werden durfte. Frieden war für die Bürger im »Nahen Osten« oberstes Ziel. Heute machen mich Rüstungsausgaben, verbunden mit »Feindbildern«, längst wütend. Diesem System keinen Mann und keinen Groschen, sagte August Bebel als die SPD noch Sozialdemokratie war. Mit den Kriegskrediten 1914 verabschiedete sich die SPD vom Volk. Heute verteidigt sie u.a. Rüstungsproduktion mit dem Erhalt von Arbeitsplätzen, obwohl die Wirtschaft dringend Fachkräfte sucht. Schröder, Scharping und der Grüne Fischer führten die Bundesrepublik in vorauseilendem Gehorsam, unter Bruch des Völkerrechts, ohne UNO-Mandat und gegen das Grundgesetz, in den Jugoslawienkrieg (24.3.1999-10.06.1999). Am Abend des 12.09.2001, einen Tag nach den Anschlägen in New York, setzte die SPD das Startsignal für den Afghanistaneinsatz. Eine Lösung des Kampfes »für die Verteidigung der Freiheit am Hindukusch« (Struck) ist nicht in Sicht. Heute fordert die sich an die Macht geputschte Kiewer Regierung von der Bundesregierung Kriegsschiffe zur Krim. Hat sie sich durch die (unter deutscher Führung!) im August gelaufene Kriegsübung eines Nato-Verbandes mit der ukrainischen Flotte vor Odessa, die US-Berater vor Ort und die Teilnahme am Nato-Norwegen Manöver ermuntert gefühlt? Jeder der von russischer Bedrohung spricht, sollte sich die Landkarte von 1990 ansehen, und fragen: Wer hat welche ökonomischen Interessen? Beispiel: Nord Stream 2, wer ist dagegen?! US Fracking Gas ist, nebenbei gesagt, 30% teurer und gefährlicher. Russland ist kein Zwerg mehr. Auf Augenhöhe verhandeln, ist überfällig. Sanktionen schaden nur denen die sie verhängen.

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