Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Alles wird plattgemacht

29.12.2017, Torsten Strübing, Rostock
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Leserbrief »Geschmacklos«"
im Rostocker Blitz vom 17.12.2017

Ich möchte mich jetzt mal zu dem Artikel von einem BLITZ-Schreiber äußern, der unerkannt bleiben möchte. Der Artikel heißt »Geschmacklos«, von dem Ausgangsartikel toll gemacht. Ja, auch ich finde es ebenso geschmacklos, wie man unter Denkmalschutz gestellte Gebäude wie zum Beispiel das Elisabethheim oder die Heinkelmauer und andere Gebäude so einfach abreißen darf. Dazu zählt auch das ehemalige Gebäude des Hydrographie- und Seeschifffahrtsamtes am Dierkower Damm 45. Ja mit dem Elisabethheim war es zu spät gewesen, weil es 13 Jahre leer stand. Und es wurde mit Absicht marode gemacht, indem man einfach Dachpfannen an einigen Stellen zerschlug oder rausgenommen hatte. Eine Bürgerinitiative setzte sich für den Erhalt des Gebäude in der Ulmenstraße 45 ein, wohl vergeblich. Als in dem Gebäude eine Hausbesetzung stattfand und den Besetzern sogar die Nahrung durch ein maßives Polizeiaufgebot im Gebäude über ein Wochenende untersagt wurde und danach die Räumung stattfand, wurde das Gebäude abgerissen, auch unter Polizeischutz. Mit der Heinkelmauer ist es dasselbe Spiel. Diese darf nun plattgemacht werden, weil die WIRO und Herr Ralf Ziemlich es so bestimmt haben. Denn, wie passt ein Relikt aus Nazizeiten in ein modernes Wohngebiet?! Das Gebäude am Dierkower Damm stand auch 13 Jahre leer und musste deshalb plattgemacht werden. Aber die Petrikirche wird bleiben.

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