Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Alles anders?

15.04.2019, Dr. Hans Bomke, Schwerin

Nach den Ungereimtheiten am Mecklenburgischen Staatstheater (Negativberichte in den Medien, Gerichtstermin, offener Brief u.a.) seit Mitte letzten Jahres wünscht man sich, dass der notwendige Gemeinschaftsgeist erhalten bleibt. Damit ist der Zusammenhalt unter den Mitarbeitern im Theater als auch zwischen ihnen und dem Publikum gemeint. Nicht jede Vorstellung kann eine herausragende Leistung sein. Doch wenn wiederholt Kritik gehört, ein Theaterabonnement gekündigt, die Vorstellung vorzeitig verlassen wird – dann meide ich künftig Schauspielaufführungen im Schweriner Theater und beschränke den Besuch auf Konzerte. Wie gerne hätte ich Shakespeares Komödie »Ein Sommernachtstraum« besucht, die ich vor über einem halben Jahrhundert am Dresdener Theater sah, dort glänzend inszeniert. Hier in Schwerin soll die Vorstellung eher ein Albtraum gewesen sein. Dabei wurde dieses Stück bereits in der Nachkriegszeit mit großem Erfolg gespielt, übrigens mit der unvergessenen Marga Heiden in der Rolle des Puck. Nach einem Intendantenwechsel sollte man nicht alles anders machen wollen. Der Zusammenhalt an einem Theater darf niemals verlorengehen.

Dr. Hans Bomke, Schwerin

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