Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Alle sind für den Frieden?

05.10.2017, Karl Scheffsky, Schwerin

Momentan sieht es aus, als wenn unser Land nicht regierbar sei. Doch wenn sich Parteien wegen Ministerposten und anderes wieder einmal total verbiegen, wird sich der Unmut über die Unglaubwürdigkeit auch einer neuen bunten Regierung steigern. Bei diesem Dilemma fällt mir Panetta ein, früherer langjähriger Chef der CIA und später mehrjähriger Chef des US-Verteidigungsministeriums, welcher schon vor vielen Jahren die veränderte Strategie seiner Administration verkündete: Wir wollen andere Länder nicht besiegen und besetzen, sondern unregierbar machen. Irak und Libyen sind bemerkenswerte Beispiele. So kann natürlich in diesen sogenannten unregierbaren Ländern auf Grund ihrer Schwäche keine große Gegenmacht gebildet werden. Damit besitzen US-Konzerne die Basis für ihre Raubzüge. Neben Streitkräften, manchmal auch der Menschenrechtstruppe NATO »schützt« ihr Privatmilitär in Größenordnungen, in zivil sowie ohne Kriegserklärung bar jeder Gesetzgebung die eroberten Pipelines und andere Schätze vor den rechtmäßigen nationalen Eigentümern. Diese und andere Zusammenhänge spielen auch im Schweriner Friedensbündnis eine nicht zu unterschätzende Rolle, um sich auf die Seite der wirklichen Friedenskräfte zu stellen. Solche Analysen helfen uns aufklärerisch, für den Frieden zu wirken und nicht zuletzt die Hochrüstung- und Kriegsgewinnler sowie den Politikern, die sich willfährig ihrer Friedensheuchelei angedient haben, tiefgründiger zu entlarven.

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