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Spritpreise außer Kontrolle

Was sich derzeit an den Zapfsäulen abspielt, ist eine Zumutung. Jeden Mittag steigen die Preise sprunghaft, als hätten die Mineralölkonzerne eine stille Absprache getroffen. Senkungen? Fehlanzeige. Für die Bürgerinnen und Bürger wirkt das längst wie ein abgekartetes Spiel, bei dem wir nur noch die Rolle des Zahlmeisters übernehmen dürfen. Während die Konzerne Rekordgewinne verbuchen, treibt der Staat mit immer höheren Steuern und CO₂-Abgaben den Preis zusätzlich nach oben. Die Politik redet von „Klimaschutz“ und „Marktmechanismen“, doch in Wahrheit lässt sie zu, dass Mobilität für viele unbezahlbar wird. Unternehmen kämpfen ums Überleben, Pendler wissen nicht mehr, wie sie zur Arbeit kommen sollen, und Familien werden an der Zapfsäule regelrecht ausgepresst. Es ist ein Armutszeugnis, dass die Regierung diesem Treiben seit Jahren zusieht. Statt endlich die Energiesteuer zu senken, die CO₂-Abgabe zu überprüfen und die Preisgestaltung der Konzerne streng zu kontrollieren, werden die Menschen mit Durchhalteparolen abgespeist. Wenn Mobilität zum Luxusgut wird, verliert dieses Land seine wirtschaftliche Grundlage. Und wenn die Politik weiterhin schläft, wird am Ende tatsächlich der Letzte das Licht ausmachen – und das ist kein Bild, sondern eine realistische Warnung.

Peter Ahrend, Ostseebad Sellin, 04.04.2026

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