Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Traditionsschiff!

13.09.2017, Uwe Stauk

Mir ist unbegreiflich wie ein Senator einer Rostocker 500-Mitglieder-Gruppierung der SPD und die Ortsbeiräte von Schmarl und Groß Klein am Standort des Traditionsschiffes im IGA-Park festhalten. Was ist 14 Jahre nach der IGA aus dem Park geworden? Die damaligen Verantwortlichen Herr P. und Frau J. hatten bei der Planung schon kein Nachnutzungskonzept und ein solches Konzept gibt es bis heute nicht. Weshalb wurden gewisse Attraktionen nach und nach entfernt? Die Springbrunnen am Haupteingang stillgelegt, die Brunnen an der Halle verkommen zur Müllhalde, der Rosenhang ungepflegt, Neptun entfernt wie auch die schwimmenden Gärten und der gesamte Park verdient kaum noch diesen Namen, da er mehr und mehr verkommt. Warum haben sich die genannten Verantwortlichen nicht für den Erhalt dieser Anlagen im Park eingesetzt. Ein paar wenige Events machen den Park nicht attraktiv. Dafür hat Rostock weder ein Theater noch ein Museumskonzept. Es sollte endlich ein maritimes Museum im Stadthafen geschaffen werden mit dem Traditionsschiff und eventuell mit einem archäologischem Landesmuseum. Die Flächen am Kabutzenhof bieten sich dafür an. Der ehemalige Liegeplatz der »Büchner« wäre ein guter Standort für das Traditionsschiff. Hier könnte ein Museumskomplex zum Besuchermagnet werden. Leider hält die Bürgerschaft in Rostock nicht viel von Traditionen. Pionierschiff verschrottet, »Undine« wird zwischen Rostock und Dresden spazieren gefahren und landet wohl auch bald im Hochofen, »Büchner« an windige Investoren verkauft und dient nun den Fischen vor Polens Küste als Unterschlupf usw. Projekte werden zerredet bis sie in Vergessenheit geraten. »Käptn Brass Park« zerredet, »Heinkelmauer« abrissreif, Mittelmole Caravanparkplatz, Stadthafen Parkplatz, Neuer Markt Nordkante usw.Es gab bereits viele gute Ideen und Vorschläge, doch realisiert wurde bislang nichts. Andere Städte tun etwas für die Kultur, z. B. Dresden, Leipzig usw. Am Beispiel Dresden sieht man sehr deutlich, wie Einrichtungen für die Gestaltung der Stadt und der Kultur wieder neu geschaffen bzw. wieder neu errichtet werden (Frauenkirche, Schloss, Altmarkt usw.). Ich hoffe, dass endlich auch in Rostock etwas in dieser Hinsicht passiert.

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