Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Kirche fordert ...

01.01.2018, Wolfgang Harwardt, Rostock
Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Zum Nachdenken"
im Rostocker Blitz vom

Ich schließe mich der Meinung des nicht genannten Lesers im Blitz vom 31 Dez. an. Natürlich hat auch jeder religiöse Bürger das Recht der Meinungsäußerung. Forderungen aber, die aus der "Institution Kirche" in die Politik einer ganzen Gesellschaft eingreifen, sind abzulehnen. Es kommt hinzu, dass bei Folgen aus diesen Forderungen, man sich dann aus der Verantwortung stiehlt. Das trifft auch auf andere Organisationen zu. Aus gutem Grund haben wir eine Trennung von Kirche und Staat. Die schattenhafte Vergangenheit der Kirche reicht von der Geschichte bis in die jüngste Vergangenheit. Bei Forderungen aus der Gesellschaft hätte die Kirche diese als Einmischung zurückgewiesen. Staatliche Zuschüsse sollten nur für karitative Zwecke und historische Gebäude gezahlt werden, denn die Kirche ist wohl immer noch der größte Grundbesitzer. Eine weitere Betätigung sehe ich in der Unterstützung ihrer Glaubensbrüder in den Ländern, die diese Religion nicht schätzen. Eine Gesellschaft sollte die Einmischung von Religionen in die Staatspolitik nicht dulden, diese ist ausschließlich Privatsache und sollte nicht ihren Machtinteressen nutzen.

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