Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

In aller Freundschaft

19.04.2017, G. Belling, Schwerin

Tiefes Raunen ging durchs Land. Nun hat doch Trump endlich die Kurve gekriegt und mit dem Luftangriff auf Syrien sich endlich zur Nato und gegen Putin bekannt. Natürlich war Giftgas erwiesener Maßen der Auslöser seines humanen Eingreifens, sowie einst Bush seinerzeit im Irak oder der »politische« Überfall auf den Sender Gleiwitz 1939, worauf die Nazis johlten, nachdem Hitler verkündete, dass bereits zurückgeschossen würde. Dem voraus begann schon in den dreißiger Jahren die Einstimmung der Deutschen mit: »siehst du im Osten das Morgenrot ... Nach Osten geht unser Ritt ... Von Finnland bis zum Schwarzen Meer, vorwärts ...« Beim Rückzug wurde allerdings nicht mehr gesungen. Am Wenigsten von deutsch Landsern und aus wars mit: Am deutschen Wesen wird die Welt genesen. Dafür hieß es: »Vorwärts Kameraden, wir müssen zurück.« Bis die Amis nach den Nürnberger und anderen Prozessen die zweite Garnitur der übriggebliebenen Nazis aus ihren Löchern kriechen durften und Adenauer helfen musste, die BRD zu errichten. Dafür wurden ihnen die Reparationszahlungen erlassen und sie durften in den Nord-Atlantik-Pakt. Zur Vertiefung der Freundschaft sind Waren aus den USA, verbunden mit den Medien, die umfassend die deutsche Sprache durch Anglizismen zu ersetzen bemüht sind nach der Devise: »Am US-amerikanischen Wesen soll nun die Welt genesen.« Wen wundert es daher, dass die USA überall die Hände im Spiel hat: Von Mittel- und Südamerika, Afrika, Asien mit Vietnam und Kambotscha, Irak, Afghanistan usw. und immer sind die andern die Bösen. Mit solchem Freund an seiner Seite kann Deutschland nur gewinnen. Wir waren seit dem 20. Jahrhundert immer nur die Dummen. Nur wer Hiroshima in Erinnerung hat, kann ermessen, dass ein neuer Atomkireg nur unsere Pulverisierung zur Folge haben kann. Wollen wir das für uns und unsere Kinder? Sonst wehrt euch!

G. Belling, Schwerin

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