Mecklenburger Blitz Verlag

Das Anzeigenblatt für Mecklenburg-Vorpommern

Gutes tun

09.11.2017, Gisela Reuter, Rostock

Ich habe kürzlich einen dicken Brief mit Weihnachtskarten, Geschenkpapier, Band, Kuli und dazu eine vorbereitete Überweisung erhalten. Ich wurde daran erinnert, dass es geht wieder los geht – Spenden hier, Spenden da, für die Not in der Welt ... Es kommen ja die Festtage, da muss man Gutes tun! Wie rührend, aber mich berührt die Art dieser Spendenaufrufe nicht, einmal im Jahr?! Anderen zu helfen ist für mich das ganze Jahr sowieso eine Bürgerpflicht, persönlich mein Anliegen. Aber es muss gut geleitet und organisiert sein, dass die Hilfe bei den Betroffenen ankommt. Diese Art des Spendenaufrufs stört mich. Das Geld vom Inhalt plus Porto kann doch gleich für die Notleidenden genutzt werden. Es gibt bessere und wirkungsvollere Methoden zur Unterstützung von Hilfsorganisationen usw. und das nicht nur zu Weihnachten. Das finde ich als so eine Art von Gefühlsmissbrauch, wenn man so aufgerufen wird, Gutes zu tun! Aber wie gesagt, es geht wieder los, »Alle Jahre wieder!«, fast wie im Wettwerb.

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