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Leserbriefe
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Januar 2012

Leserbriefe 1 bis 5 von insgesamt 74
Galeriebesuch
31.01.2012

Am 27.01.2012 wurde die Zeichenunterrichtsstunde der Abschlussklasse der Sonnenblumenschule Franzburg zusammen mit Frau Dietz und Frau Peters, in die Galerie im Alten Landratsamt in Franzburg verlegt. Die Schüler und Lehrer sahen sich die Ausstellung von Herrn Gerd Houdelet und Herrn Bertram von Schmieterlöw an. Es war kein gewöhnlicher Unterricht. Nachdem sie sich die Bilder anschauten, wurden sie auch nach Ihren Eindrücken befragt. Bei den Bildern von Herrn Houdelet hatten die Schüler ganz interessante Vorstellungen, wie sie das Bild bezeichnen würden. Mit der notwendigen Begründung, wurden dann auch Frau Dietz und Frau Peters von den Vorstellungen der Schüler überrascht. Darüber hinaus hat Frau Dietz sich über die nächsten anstehenden Ausstellungen informiert. Auch bei der nächsten Ausstellung ab 21.04.2012, dann wird voraussichtlich Herr Schneider seine Werke präsentieren, ist ein Besuch der Schüler und Lehrer geplant.




von: Ramona Schult, Franzburg
Brennende Fragen
31.01.2012

Es ist eine Schande für Rostock als See- und Hafenstadt, wie mit der »Likedeeler« umgegangen wird. Auch ich stelle mir die Frage, warum muss das so sein. Welche Grundlagen muss es geben, um vom Jugendhilfeausschuss gefördert zu werden? Soll das Kind erst in den Brunnen fallen, um danach durch die Jugendhilfe gerettet zu werden?

Ich finde auch die Vorstellungen des OB zur Gestaltung des Stadthafens interessant. Es sind ja zuerst nur Vorstellungen, über eine breite öffentliche Diskussion ... mit Bürgern und Fachleuten muss dann entschieden werden.

Wenn es um unser Tradi geht, so habe ich zwei Seelen in der Brust. Natürlich wäre der Standort Schmarl mit weiterem Ausbau prima, aber auch im Stadthafen würde es ein Magnet sein. Die Bürgerschaft hat ja schon entschieden! Bei dem Bau von Wohnungen würde ich etwas vorsichtig sein, der Blick von der Langen Straße zum Stadthafen wäre wohl dann etwas eingeschränkt.

Als Bürger von Schmarl hat mir der sachliche Artikel (BLITZ 05/2012) über Schmarl gefallen. Wir stellen uns die Frage, wer wurde bei der Umfrage angesprochen? Für Dreck und Lärm sind wohl die Bürger selbst verantwortlich! Wo sind in Schmarl niveauvolle gastronomische Einrichtungen? Wie sieht es in anderen Stadtteilen aus?




von: Hartmut Lindner
Rostocker Erwartungen
31.01.2012

Die Stadt der sieben Türme steht vor der Oberbürgermeister-Wahl für die nächsten sieben Jahre. Das ist eine lange Zeit! In der Vergangenheit ist manches gelungen und manches noch nicht. Mit einer/einem neuen OB sollten die großen Aufgaben der Stadt alle in Gemeinsamkeit im Senat bewältigt werden, ohne dabei unüberschaubare Vorhaben mit enormen Kosten zu verursachen.

Bleiben wir auf dem so genannten Teppich, denn »Träume sind oft Schäume«. Die Rostocker erwarten in den folgenden sieben Jahren mit Recht eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen OB, Bürgerschaft und Senatoren. So gelang es, wie wir alle wissen, beispielgebend in Wismar.

Das sollte endlich auch in Ros­tock möglich sein. Wahrlich überstrapaziert wurde die Geduld der Rostocker jahrelang durch zahllose Berichte in der Presse über endlose Streitigkeiten, Gerichtsverfahren und Gutachten im Rathaus.

Somit sollten wir genau überlegen, wem wir im Jahr 2012 unsere Stimme geben. In diesem Sinne eine erfolgreiche OB-Wahl für unsere Stadt.




von: K. Ludker
Gemeinsames Kochen macht Spaß
30.01.2012

In unserem Ganztagsangebot wird u. a. »Kochen« angeboten. An diesem bestimmten Nachmittag, können wir als Kinder unser Hobby umsetzen. Wir sind: Sven, Paul, Jakob, Livia, Maike und Nancy. Frau Heike Schuldt ist unsere Lehrerin, die aufpasst und uns auch beim Kochen hilft. Sie gibt uns immer wieder neue Hinweise und Tipps. Die Aufgaben teilen wir untereinander auf, wie zum Beispiel: Zutaten besorgen und das Kochen natürlich auch. Jeder will etwas machen, doch nicht immer kann Frau Schuldt uns alle beschäftigen. Doch sie bekommt es immer super hin, dass sich keiner langweilt. Zusammen haben wir schon viel gekocht und jeder hat immer einige Sachen, die er ganz gut kann. Jakob zum Beispiel schneidet immer die Zwiebeln, Sven liebt es an der Pfanne oder auch am Herd zu stehen. Wir anderen helfen ihnen natürlich oder uns wird geholfen. Gemeinsam sind wir zu einer kleinen Gemeinschaft geworden, sogar schon fast wie eine kleine Familie. Wir wissen, wo die Stärken und Schwächen unserer Gruppe sind. Nach dem Kochen, decken wir den Tisch und dann essen wir alle zusammen. Wir besprechen, was als nächstes gekocht wird und wer welche Zutaten mitbringen soll. Nach dem Essen waschen immer zwei Kinder ab, das wechselt jede Woche. Danach ist es leider schon vorbei und wir freuen uns auf die nächste Woche, wo wir uns alle wiedersehen und endlich alle wieder zusammen sind – zum gemeinsamen Kochen.

Ein kleiner Höhepunkt war für uns die Mitarbeit an einem Kinderkochbuch. Mit dem Erlös aus dem Verkauf wird ein Kinderhospiz unterstützt.




von: Nancy Behrendt, Klasse 6c, Schulzentrum am Sund
Der Nichtwähler
30.01.2012

Natürlich sind fast alle auf der Insel Usedom von der Biogas-Anlage betroffen und ich persönlich durch meine Berufung als Storchenvater ganz besonders. Die zehn Prozent noch kommenden Störche trauen sich nicht mehr in solche großen Kultur-Plantagen, um Futter zu suchen. Also bleiben die Störche ganz aus, wie auch die Rohrdommel und der Seeadler. Sehr schade um die wundervolle Straßen-Allee, wo sich mal ein Gutsbesitzer mit seiner Idee als Naturliebhaber ein Denkmal gesetzt/gepflanzt hat.

Wir alle in diesem Staat haben sämtliche Freiheiten und diese Freiheiten wenden auch die meisten Investoren an. In diesem Staat soll es keine Diktatur geben, aber die meisten großen Investoren sind für ihre eigene Diktatur. Und so entstehen dann große, fantasielose, umweltversauende Gebäude, die natürlich vorher vom Bürgermeister, Stadtrat, Amtsrat, Landwirtschaftsminister und Bauamtsbehörde genehmigt wurden und wer wundert und beschwert sich jetzt: Der Nichtwähler, der auch die Freiheit ausnutzt und zu keiner Wahl geht. Aber durch diese Nichtwähler hatte nun jeder Kandidat die Gelegenheit, der von nichts eine Ahnung hat, Abgeordneter zu werden. Denn durch diese Nichtwähler werden erst die ahnungslosen Besserwisser bei der Wahl gestärkt.

Also bitte nicht meckern, schimpfen oder toddern, nein, besser immer zur Wahl gehen, das hilft uns allen, auch der Umwelt und der Gerechtigkeit, denn dann wäre dieser Bau nicht entstanden. Aber leider ist es zu spät, denn wir wissen ja, dass die Biogasanlagen unsere Agrarwirtschaft schädigen. Wozu brauchen wir diese Anlagen, wenn wir genug hochwertiges Erdöl auf der Insel haben? Aber die meisten Förderpumpen mussten ja aus Metallgier gleich nach der Wende abmontiert werden. Also leben wir in einer Zeit, die nicht besser ist, als ein Wetterbericht.

Darum Nichtwähler bei der nächsten Wahl, beim Spaziergang einfach rein ins Wahllokal.




Dieser Brief bezieht sich auf den Artikel "Usedomer See in höchster Gefahr" im Peene Blitz vom 22. Januar 2012

von: Heinz Eggebrecht, Gothen