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Leserbriefe
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März 2012

Leserbriefe 36 bis 40 von insgesamt 87
Nicht Gauck, sondern "Nazi-Jägerin" Klarsfeld
16.03.2012

Wer sich die Aufdeckung von Nazi-Verbrechen zur Lebensaufgabe gemacht hat, wie die 73-jährige »Nazi-Jägerin« Beate Klarsfeld, hat das Amt als zukünftige Bundespräsidentin wirklich verdient.

Sie ist eine echte Alternative zum Karrieremacher Joachim Gauck. Der in wilder Ehe lebende ehemalige »Stasi-Aktenverwalter« Gauck, der selbst nicht weiß, wo seine Stasi-Unterlagen geblieben sind, will nun ein zweites Mal Bundespräsident werden – wie pietätlos als dreimaliger Verlierer bei der ersten Wahl am 30. Juni 2010 das auch ist. Unter dem Begriff »Freiheit« kann der jahrelang in »Unfreiheit gelebte ehemalige DDR-Pfarrer« stundenlang debattieren. Aber zu ökologischen Fragen, zu den Rechten und Pflichten eines Staatsbürgers, zur Integration und zur Welt-Ökonomie ist da kaum etwas zu hören. Der Begriff »Gerechtigkeit« bleibt geradezu ausgeblendet.

Für mich sind alle Parteien im Bundestag, außer die Linken, Heuchler zur Wahl des neuen Bundespräsidenten Joachim Gauck. Wieso kann ein einstiger Vertreter der Kirche Staatsbeamter werden, wenn im Deutschen Grundgesetz steht, dass Deutschland kein Kirchenstaat ist? Ist Gauck wirklich ein Vertreter im Interesse des ganzen Volkes?




von: Manfred Butter, Stralsund
Es sind ja nur 3,5 Millionen
16.03.2012

Ich habe die Befürchtung, dass unsere sogenannten Volksvertreter im Kreistag jeglichen Bezug zur Realität verloren haben. Es sollen 3,5 Mio. Euro für die Einrichtung des neuen Verwaltungssitzes ausgegeben werden. Das bedeutet, wenn man das auf die dort beschäftigten 210 Mitarbeiter runter rechnet: 16666,66 Euro. Davon werden Möbel, Computer usw. bezahlt. Die Aussage von Herrn Drescher »Wir kaufen ja auch keinen Plunder« ist eine schallende Ohrfeige an alle Steuerzahler. Und das zu einer Zeit, wo alle Gemeinden um jeden Cent ringen. Es werden überall die Gelder gekürzt und gestrichen, aber beim Kreistag wird anscheinend geklotzt. Was ist bitteschön mit dem alten Mobiliar? Die zusammengelegten Kreistage verfügten über ein solches. Ist das jetzt nicht mehr gut genug? Es ist der Bevölkerung schwer zu vermitteln, dass sie für 3,5 Mio. Euro den Abgeordneten die Annehmlichkeit eines prunkvollen Arbeitsplatzes verschaffen darf. Desweiteren kommt es mir bei Aussagen wie jene »Wir haben die Kosten erstmals ermittelt und stellen sie zum ersten mal dem Kreistag vor« so vor, dass die Kreisgebietsreform völlig planlos angegangen wurde. Wenn das Ziel der Reform Einsparungen waren, sich aber keiner im Vorfeld über die Kosten Gedanken gemacht hat, kann diese Reform wohl nur zum finanziellen Fiasko werden. Eines ist wohl wie immer sicher, wenn es um Reformen geht: der Steuerzahler muss sehr tief in die Tasche greifen.




von: Marco Schröder, Gremersdorf
Mogelpackung für Rentner
16.03.2012

Großherzig hat Frau von der Leyen eine deutliche Rentenerhöhung verkündet, aber irgend jemand hat in der Regierung nötig Geld gebraucht und so wurde die Statistik mal wieder schöngerechnet: Es steigen die Renten im Westen nur um 2,18 Prozent und im Osten um 2,26 Prozent. Der oberste Chef der Deutschen Rentenversicherung hat im Oktober 2011 noch ein Überschuss von 4,4 Milliarden Euro prognostiziert. Danach sollte die Rente im Westen um 2,3 Prozent und im Osten um 3,2 Prozent steigen. Was ist die Ursache für die Rentenkürzung? Angeblich soll die Statistik schuld sein und weil das Lohngefüge nicht so gestiegen ist wie erwartet. Das ist auch leider nicht möglich, da selbst im Wes­ten, aber noch verstärkter im Osten mit Leiharbeitern gearbeitet wird, die wie auch andere Vollzeit Beschäftigte für Minilöhne arbeiten müssen und damit das so bleibt ist die Regierung auch gegen Mindestlöhne. Nun ist auch das mit der Ablehnung der Mindestlöhne geklärt.

Die Renten-Erhöhung deckt nicht einmal die Teuerungsrate geschweige dann noch die Inflationsrate. Im Endeffekt war die Rentenerhöhung eine Rentensenkung.




von: M. Lehmann, Rostock
In Ruhe auf den Neuen Friedhof gehen
15.03.2012

… ist schon länger nicht mehr möglich. Vor allem dann nicht, wenn man sein Auto im Damerower Weg abgestellt hat.

Auf allen möglichen Parkflächen sieht man die Überreste der recht häufigen Diebstähle aus den PKW. Manchmal kann man die Polizei auch noch bei der Spurensicherung antreffen. So auch in dieser Woche, wo zwei Damen (Pinneberger Kennzeichen) verzweifelt neben ihrem Kombi standen. Wieder eine Heckscheibe eingeschlagen.

Wann wird von Seiten der zuständigen Organe etwas gegen diese „Serie“ von Diebstählen und Vandalismus unternommen? Es kann doch nicht angehen, dass man in Rostock nicht mehr in Ruhe die Grabstätten seiner Angehörigen besuchen kann, ohne Angst um sein Auto haben zu müssen.




von: Anonym, Rostock (Name dem Verlag bekannt)
Warnstreiks im öffentl. Dienst
15.03.2012

Ausgerechnet mal wieder die Beschäftigtengruppe mit der größten sozialen Sicherheit treten in den Warnstreik und wollen mal wieder mehr Geld. Die Rede ist von über

6 % - treffen wird man sich wie üblich ungefähr bei der Hälfte, also ca. 3 %. Neben den Privilegien aus dem letzten Jahrhundert (erweiterter Kündigungsschutz, Urlaubsansprüche, erhöhte Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Renten-Zusatzversorgungssysteme, bessere KFZ-Versicherungstarife, Sterbegeld usw.)

haben die Beschäftigten des öff. Dienstes sowieso im Vergleich zur normalen Arbeitswelt die höchsten Gehälter. Dabei fragt die Gewerkschaft verdi natürlich nicht, woher die

Kommunen bzw. der Staat das Geld für die zukünftig noch höheren Personalkosten nehmen sollen. Vom Bürger und Steuerzahler natürlich. So stiegen in Neubrandenburg die Sraßenreinigungsgebühren seit dem Jahr 2010 um 20% und die Grundsteuer seit 2010 um 17% !. Eine Emailanfrage diesbzgl. an die Gewerkschaft verdi blieb natürlich unbeantwortet.

Was passiert denn Beschäftigten in der sog. "freien Wirtschaft", wenn sie mit Streik drohen, um mehr Geld zu bekommen? Was passiert in einem Callcenter, wenn ein Betriebsrat gegründet werden soll? Sie fliegen ganz einfach raus !

Damit es nicht mißverstanden wird - natürlich ist den Beschäftigten des öff. Dienstes mehr Geld zu gönnen. Sie "sind es auch wert". Nur die Relationen zu den übrigen Arbeitnehmern speziell in M/V verschieben sich immer mehr, und die Kosten für den Bürger steigen und steigen.

Das, was sich jetzt mal wieder im öff. Dienst abspielt, stellt für mich eine Ohrfeige für all Diejenigen dar, die für oft nicht mal 1000,- EUR netto im Monat malochen und dabei schön immer den Mund halten müssen.




von: H.-Ulrich Benthin, Neubrandenburg